Die thematische Besonderheit und das wachsende gesellschaftliche Interesse an der Gastronomie haben die Universität Alicante (UA) in Zusammenarbeit mit der Stadt Dénia dazu veranlasst, eine öffentliche Veranstaltung zur Verteidigung der Abschlussarbeiten der Studiengänge Gastronomie und Kochkunst zu organisieren. Die Veranstaltung fand heute Morgen in Dénia statt, dem Sitz des UA-Dénia Mediterranean Gastronomy Center (GASTERRA).
Die Studenten Vanesa España Auñón, María Gómez Aragón und Natalia Otero Quintana verteidigten ihre Abschlussarbeiten vor einer Jury bestehend aus Juana Jordá, Direktorin von GASTERRA UA-Dénia; Enrique Moltó, akademischer Koordinator von GASTERRA; und Covadonga Ordóñez, Professorin in der Abteilung für Angewandte Wirtschaftsanalyse. Zu den Zuhörern gehörten der amtierende Bürgermeister, Rafa Carrió, und der Territorialrat, Maria Josep Ripoll; die Koordinatorin des Studiengangs Gastronomie und Kulinarische Künste, Arancha Valdés, und der Forscher vom Fachbereich Kommunikation und Psychologie Rosa Torres, Sozialbeauftragte der Universität Alicante; die Köche Pep Romany und Federico Guajardo; Floren Terrades, Direktorin des Büros für Innovation und Kreativität von Dénia; und Marta Yáñez, regionale ADL-Vertreterin bei CREAMA.
Vanesa España Auñón hat das Projekt „Einfluss der Ästhetik des Tellers auf die sensorische Wahrnehmung von Geschmack“ entwickelt. Die Transformation des gastronomischen Erlebnisses durch die KeramikIhre Forschung unterstreicht den interdisziplinären Charakter von Gastronomie, Design und sensorischer Analyse und untersucht, wie keramische Untergründe über die Funktionalität hinausgehen und die Geschmackswahrnehmung des Konsumenten verändern können.
Der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Koch Kiko Moya vom Restaurant L'Escaleta in Cocentaina arbeitete an dem Projekt mit. Der Koch wählte ein Gericht mit Rochen als Hauptzutat, und die Studentin Vanesa España, ebenfalls Keramikerin, entwickelte einen Prototyp eines innovativen, handgefertigten Geschirrs, das speziell dafür konzipiert war, Moyas kulinarische Kreation zu präsentieren und zu genießen – das Publikum konnte sie heute sehen und anfassen – und ihre Wirkung mit der eines Standardgeschirrs vergleichen.
Die Gestaltung eines gesunden und inklusiven Menüs mit einer Nachhaltigkeitsperspektive und Kultur „Gastronomisch“ ist das Projekt von María Gómez Aragón. Ihre Forschung befasst sich mit der Herausforderung, hochintegrative gastronomische Konzepte zu entwickeln, die sowohl in der Gastronomie angeboten als auch zu Hause zubereitet werden können. Die Methodik, die entsprechende Tests ermöglichte, wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Verbraucherressourcen Alicante (CERCA), einem Teil der Stadt Alicante, ermöglicht.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass es möglich ist, äußerst integrative Vorschläge zu sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Aspekten zu entwickeln, und zwar aus einer Nachhaltigkeitsperspektive.
Gastronomie als zentrale Achse bei Meetings, Parteien und Feste ist das Thema der Abschlussarbeit von Natalia Otero Quintana. Sie analysierte Gastronomie als Vehikel kollektiver Identität und als kulturelles Phänomen.
Durch eine Literaturrecherche in akademischen Datenbanken und aus der Perspektive der Anthropologie der ErnährungNatalia Oteros Studie befasst sich mit Konzepten wie dem gemeinsamen Essen und dem gesamten sozialen Phänomen und untersucht, wie Feste und kulinarische Traditionen das soziale und kulturelle Gedächtnis von Gemeinschaften prägen. Die Arbeit unterstreicht ihrerseits die Bedeutung des Erhalts gastronomischer Vielfalt.
Laut der Studiengangskoordinatorin Arancha Valdés „spiegeln die Projekte den multidisziplinären, innovativen und engagierten Charakter des UA-Studiengangs in Gastronomie und Kochkunst wider und zeigen, dass Gastronomie viel mehr ist als nur Kochtechnik. Sie ist Design, Inklusion, Kultur, Nachhaltigkeit und Innovation. Eine lebendige Disziplin, die sich weiterentwickelt, um auf die Herausforderungen der Gegenwart zu reagieren, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren.“















